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Aktiv werden, Schritte zählen


Schreibtische, Autos, Züge: Die meisten Menschen verbringen ihren Alltag im Sitzen. Nach Feierabend erscheint dann oftmals das Sofa verlockender als beispielsweise der Gang in ein Fitnessstudio oder nach draußen. Wer sich zusätzlich noch kalorienreich ernährt, nimmt im Laufe der Jahre zwangsläufig an Gewicht zu. Der menschliche Körper ist aber auf Aktivität programmiert. Wird er nicht bewegt, büßt er Kondition und Kraft ein. Muskeln bilden sich zurück und auch die Leistungsfähigkeit der Organe nimmt ab. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) wirkt sich körperliche Aktivität günstig auf die meisten chronischen Krankheiten aus. Die Vorteile eines aktiven Lebensstils zeigten sich auch durch eine verbesserte körperliche Fitness, Muskelstärke und Lebensqualität.

Bereits rund 7.000 Schritte täglich können einen positiven gesundheitlichen Effekt haben und das Risiko für verschiedene schwerwiegende Erkrankungen deutlich senken. Das zeigt eine aktuelle Auswertung, die im August 2025 in der Fachzeitschrift Lancet Public Health veröffentlicht wurde.

Schrittzähler-Apps können dabei helfen festzustellen, wie viele Schritte man täglich geht. Sie geben einen guten Überblick über das eigene Bewegungsverhalten und können motivieren, die tägliche Schrittzahl nach und nach zu steigern.

Sprechen Sie auch Ihre Ärztin/Ihren Arzt auf die 7.000 Schritte an und lassen Sie sich zu weiteren Bewegungsmöglichkeiten beraten.


Werden Sie "Schrittezähler"

  1. Nutzen Sie einen analogen Schrittzähler oder sogenannte "smarte" Endgeräte um Ihre täglichen Schritte zu dokumentieren.
  2. Finden Sie heraus, wie viele Schritte Sie derzeit täglich gehen. Von dieser Basisschrittzahl ausgehend, können Sie sich dann täglich um 1.000 Schritte steigern.
  3. Parken Sie grundsätzlich etwas weiter entfernt von ihrem Zielort, sodass Sie einige Meter zu Fuß gehen müssen.
  4. Steigen Sie eine Station vor Ihrer gewohnten/gewünschten Haltestelle aus.
  5. Ignorieren Sie Lift und Rolltreppe. Nutzen Sie stattdessen die Treppe.
  6. Anstatt Telefonate von Ihrem Schreibtisch aus zu führen, stehen Sie auf und gehen Sie während des Gesprächs einige Schritte auf und ab.
  7. Ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft sorgt für neuen Schwung.
  8. Besuchen Sie Kolleginnen und Kollegen in ihrem Büro statt zum Telefonhörer zu greifen oder eine E-Mail zu schreiben.
  9. Platzieren Sie ihren Drucker so, dass Sie immer aufstehen müssen, um den Ausdruck zu erhalten.
  10. Erledigen Sie Einkäufe und Besorgungen mit dem Fahrrad oder zu Fuß.
  11. Auch tanzen, mit Kindern und Enkeln spielen und Gartenarbeit fördern die Gesundheit und beugen Bewegungsmangel vor.
  12. Fühlen Sie sich nach einiger Zeit schon fitter? Toll, dann machen Sie doch auch Freunde und Familie auf die 10.000 Schritte-Initiative aufmerksam.

  • Literatur
    1. Bravata DM, Smith-Spangler C, Sundaram V, Gienger AL, Lin N, Lewis R, Stave CD, Olkin I, Sirard JR. Using pedometers to increase physical activity and improve health: a systematic review. JAMA. 2007;298(19):2296-304
    2. Huy, Diehm, Schneider: Bedeutung, Wissen und Erfolg bei der Umsetzung von Präventionsmaßnahmen, nach Angaben von Hausärzten in Baden-Württemberg Dtsch Med Wochenschr 2012; 137: 19]
    3. Kurth BM (2012): Erste Ergebnisse aus der „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS). Bundesgesundheitsblatt, 8 (55) :980–990
    4. Ogilvie D, Foster CE, Rothnie H, Cavill N, Hamilton V, Fitzsimons CF, Mutrie N; Scottish Physical Activity Research Collaboration. Interventions to promote walking: systematic review. BMJ 2007;334(7605):1204
    5. Ding Ding, Binh Nguyen, Tracy Nau, Mengyun Luo, Borja del Pozo Cruz, Paddy C Dempsey, Zachary Munn, Barbara J Jefferis, Cathie Sherrington, Elizabeth A Calleja, Kar Hau Chong, Rochelle Davis, Monique E Francois, Anne Tiedemann, Stuart J H Biddle, Anthony Okely, Adrian Bauman, Ulf Ekelund, Philip Clare, Katherine Owen. Daily steps and health outcomes in adults: a systematic review and dose-response meta-analysis, Them Lancet, August 2025

Information zum Thema Bewegungsmangel