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Freier Test zur Übung.

Patientin mit akuten Herzbeschwerden

Diagnostische und therapeutische Überlegungen - Folge 10 der Reihe Zertifizierte Kasuistik

1. Wie lauten Ihre Verdachtsdiagnosen bei Aufnahme? 1. akutes Koronarsyndrom, 2. Myocarditis, 3. Dilatative Kardiomyopathie, 4. Takotsubo-Kardiomyopathie
2. Die im Verlauf erhobenen Befunde sprechen am ehesten für welche Diagnose?
3. Wie lassen sich die zwei wichtigsten Differenzialdiagnosen voneinander abgrenzen? 1. Durch den Verlauf der Erkrankung. 2. Durch den Ausschluss signifikanter Koronarstenosen. 3. Durch das typische Kontraktionsmuster des linken Ventrikels bei Erkrankungsbeginn. 4. Durch serologische Marker (CK; CKMB; Troponin) bei Erkrankungsbeginn. 5. Durch das Fehlen kardiovaskulärer Risikofaktoren.
4. Welche Befunde sprechen für die gestellte Entlassungsdiagnose? 1. Keine oder nur leicht erhöhte serologische Marker. 2. Rasche Normalisierung der linksventrikulären Funktion. 3. Häufig ventrikuläre Rhythmusstörungen zu Beginn der Erkrankung. 4. Bei Aufnahme erheblich eingeschränkte linksventrikuläre Funktion. 5. Häufig sind Frauen nach der Menopause betroffen.
5. Welches sind typische EKG-Befunde bei der zutreffenden Diagnose? 1. ST-Hebungen hauptsächlich praecordial, 2. Pathologische Q-Zacken, 3. T-Inversionen (Vorderwand) im Verlauf, 4. QTc-Verlängerung, 5. Isolierte ST-Hebungen in den lateralen Ableitungen
6. Welches sind häufigere Komplikationen der zutreffenden Erkrankung der Patientin? 1. Linksventrikuläres Pumpversagen, Lungenoedem, 2. Erhöhter Druckgradient im linksventrikulären Ausflusstrakt, 3. Ventrikelruptur, 4. Ventrikuläre Rhythmusstörungen, 5. Perikarderguss
7. Was gilt derzeit für die Behandlung dieser Patienten? 1. Überwachung auf der Intensivstation. 2. Katecholamine und Nitrate in jedem Fall. 3. Einsatz von Betablockern in den meisten Fällen. 4. Selten Einsatz der IABP erforderlich. 5. Gabe von Aspirin.
8. Welche Prognose / n der Entlassungsdiagnose trifft / treffen zu? 1. Die Erkrankung heilt in der Regel aus. 2. Rezidive sind selten. 3. Die linksventrikuläre Funktion bessert sich in den ersten Wochen nach Erkrankungsbeginn. 4. Die linksventrikuläre Funktion verschlechtert sich in den meisten Fällen. 5. Rezidive sind häufig.
9. Was ist über die Ätiologie der bei der Patientin vorliegenden Erkrankung bekannt? 1. Akuter psychischer Stress spielt eine wichtige Rolle. 2. Akuter physischer Stress spielt eine wichtige Rolle. 3. Der auslösende Pathomechanismus ist nicht genau bekannt. 4. Katecholaminexzess kann eine Rolle spielen. 5. In Myocardbiopsien finden sich Veränderungen wie bei einer Myocarditis.
10. Was sind unter anderem geeignete Untersuchungsverfahren zur Diagnostizierung der bei der Patientin vorliegenden Erkrankung? 1. nuklearmedizinische Methoden, 2. Echokardiographie, 3. Herzkatheteruntersuchung 4. Cardio - MRT, 5. Herzmuskelbiopsie