Peer Review in der Intensivmedizin


­Inhaltsübersicht

Peer Review

Ablauf des Peer Review-Verfahrens

Grundlagen

Meldungen zu Peer Review im Rheinischen Ärzteblatt


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Peer Review

Die Ärztekammer Nordrhein stellt seit 2013 mit dem Peer Review-Verfahren in der Intensivmedizin ein sinnvolles und akzeptiertes Instrument zur Qualitätssicherung bereit, um langfristig die Versorgungsqualität zu verbessern.

Ziel ist es, möglichst viele intensivmedizinische Bereiche in das Verfahren zu integrieren, um eine breite Anerkennung sowie eine flächendeckende Umsetzung zu erreichen.

Das Peer Review-Verfahren ist eine Form externer Evaluierung mit dem Ziel, die Intensivstationen im Qualitätsmanagement zu unterstützen. Ein Peer Review wird von einer Gruppe externer Experten, sogenannter Peers, durchgeführt. Erfahrene Intensivmediziner und Fachpflegekräfte, werden als kritische Kollegen eingeladen, um die Qualität der medizinischen Leistungen der intensivmedizinischen Bereiche zu beurteilen. Sie erarbeiten Stärken, Schwächen, Gefahren sowie Chancen und legen gemeinsam mit Ihnen Qualitätsziele, Lösungsoptionen und konkrete Maßnahmen fest.

Im Fokus dieses Verfahrens liegt der kollegiale Dialog mit beratendem Charakter.


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Ablauf des Peer Review-Verfahrens

  1. Interessierte intensivmedizinische Einrichtungen wenden sich an

Ärztekammer Nordrhein
Sandra Schlüter 0211 / 4302 2701

Judith Singer 0211 / 4302 2218

peer-review(at)aekno.de

  1. Die Ärztekammer Nordrhein informiert die interessierten Einrichtungen über das Verfahren und stimmt einen Termin mit den Einrichtungen und den Peers ab (Vorlaufzeit ca. 8-12 Wochen).
  2. Die Klinikleitung sowie die ärztliche und pflegerische Leitung der Intensiveinheit müssen dem Verfahren schriftlich zustimmen.
  3. Die Einrichtung führt anhand eines strukturierten Fragebogens eine Selbstbewertung durch, die als Grundlage für das Verfahren und den Peers zur Vorbereitung dient.
  4. Der zeitliche Ablauf am Peer Review Termin beinhaltet
    eine Vorstellungsrunde,
    die Fremdbewertung des Fragebogens im Dialog mit der Einrichtung,
    die Fremdbewertung im Rahmen der Stationsvisite,
    den kollegialen Dialog zur gemeinsamen Besprechung der Ergebnisse,
    die Präsentation der SWOT-Analyse sowie
    die Festlegung von konkreten Verbesserungsmaßnahmen.
  5. Die Ergebnisse werden dokumentiert und der Einrichtung im Peer Review Bericht zur Verfügung gestellt.
  6. Die Peer Review Berichte werden in anonymisierter Form (bei Einwilligung der Einrichtung) an die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) beziehungsweise an die Bundesärztekammer zur Auswertung weitergegeben.

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Grundlagen

Rahmenkonzept der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) 


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Meldungen zu Peer Review im Rheinischen Ärzteblatt

Peer Review in Nordrhein gestartet   (9/2013, S. 7) 

Drittes Peer Review in der Intensivmedizin im Haus der Ärzteschaft (8/2014, S. 9)