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Arzneimittel - Rheinisches Ärzteblatt macht Werbung auf dem Titel

21.12.2018 Seite 6
© Ärztekammer Nordrhein

Das Jahr 1969 begann für die Leserinnen und Leser des Rheinischen Ärzteblattes mit einer optischen Veränderung: Die Titelseite war nun in blau gehalten und auf Hochglanzpapier gedruckt. Neben dem Titel des Periodikums, dem Inhaltsverzeichnis und der Adresse des Verlages sowie der Anzeigenverwaltung nahm die Hälfte der Umschlagseite eine Werbeanzeige für Arzneimittel ein. Auf der Ausgabe vom 8. Januar 1969 warb zum Beispiel die Firma Krugmann Arzneimittel aus Wedel bei Hamburg für ein Medikament gegen Gliederschmerzen mit dem Slogan: „Arthodestal®-Salbe macht schmerzfrei und beweglich“. Bis einschließlich zur Ausgabe im Mai 1994 hielten sich die Werbeanzeigen auf der Umschlagseite des Rheinischen Ärzteblatts. Die Juni-Ausgabe 1994 hob zum ersten Mal inhaltliche Abbildungen auf den Titel. Den Start machten damals zwei Fotos, die den damaligen Bundesgesundheitsminister Horst Seehofer neben dem damaligen Kammerpräsidenten Jörg-Dietrich Hoppe (1940 – 2011) auf dem 97. Deutschen Ärztetag in Köln zeigten sowie nordrheinische Delegierte bei der berufspolitischen Arbeit im Plenum, darunter auch der heutige Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke.

Der Aufmacher der Ausgabe vom 8. Januar 1969 beschäftigte sich mit dem Vorschlag der SPD, künftig fünf Krankenscheine pro Jahr für gesetzlich Krankenversicherte auszugeben. Neben den Scheinen für die Krankenbehandlung sollte der fünfte als Einstieg in Vorsorgemaßnahmen dienen. „In der Praxis würde das bedeuten, daß sich jeder Versicherte einmal im Jahr zu Lasten seiner Krankenkasse von seinem Arzt präventiv untersuchen lassen könnte.“ Diese „Vorüberlegungen“ hat die SPD zum Einstieg in die „Reform der gesetzlichen Krankenversicherungen zur Diskussion gestellt. Der Artikel berichtete darüber, dass sich die Pläne zur Reform der Sozialversicherungen in der Großen Koalition in Bonn unter Georg Kiesinger kaum von der Stelle bewegten.

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