Vorlesen

Patientin mit starken rechtsseitigen Nackenschmerzen und okzipital betonten Kopfschmerzen

21.12.2018 Online FortbildungSeite 33
Abbildung: Farbduplexsonographie der Arteria vertebralis rechts. © Benedictus Krankenhaus, Tutzing

Diagnostische und therapeutische Überlegungen - Folge 59 der Reihe "Zertifizierte Kasuistik"

von Robert Kreuzpointner und René Trabold*

Anamnese

Eine 53-jährige Patientin stellte sich ambulant vor, da seit rund drei Wochen schleichend rechtsseitig okzipital betonte Kopfschmerzen drückenden Charakters und verstärkte rechtsseitige Nackenschmerzen aufgetreten seien. Anamnestische Hinweise auf einen Migräne-Kopfschmerz wie Phono- oder Photophobie oder erhöhtes Ruhebedürfnis bestanden nicht. Die Beschwerden seien in zeitlichem Zusammenhang mit einer chiropraktischen Maßnahme im Halswirbelsäulenbereich aufgetreten. Die chiropraktische Maßnahme wurde aufgrund von beidseitigen Schulter-Nackenschmerzen durchgeführt.

Klinischer Untersuchungsbefund

Patientin wach und kontaktfähig, Herz-, Lungen- und Abdomenbefund unauffällig, kein Meningismus, kein positives Kernig-Zeichen, kein positives Brudzinski-Zeichen. Deutliche psychomotorische Unruhe, keine Aphasie oder Dysarthrie, PERRLA (kurz für: Pupils Equal, Round, Reactive to Light and Accommodation) unauffällig. Keine Okulomotorikstörung. Hirnnerven unauffällig. Keine latenten oder manifesten Paresen. Keine Sensibilitätsstörung. Kein Fibromyalgie-Syndrom. Keine Ataxie. Muskeleigenreflex seitengleich. Keine Pyramidenbahnzeichen.

Laborbefunde: unauffällig

Farbduplexsonographie der extrakraniellen Arterien

Aufgrund der anamnestisch erhobenen Vorgeschichte und der klinischen Untersuchung wurde als erste bildgebende Maßnahme eine Farbduplexsonographie der extrakraniellen Arterien durchgeführt. Hierbei fand sich in der rechten Arteria vertebralis der in der Abbildung dargestellte Befund.

Kurzanleitung zur „Zertifizierten Kasuistik“

Hinweis: Die 2 Fortbildungspunkte können über das System des Einheitlichen Informationsverteilers (EIV) Ihrem Punktekonto bei der Ärztekammer gutgeschrieben werden. Es werden Ihre Einheitliche Fortbildungsnummer, die Veranstaltungsnummer und die Anzahl der Punkte übermittelt.

via Rheinisches Ärzteblatt

Im ersten Rheinischen Ärzteblatt des Quartals werden jeweils veröffentlicht: der einführende Artikel zum Thema, der Fragenkatalog und die Lernerfolgskontrolle mit Bescheinigung.

Ausführliche Informationen zur Differenzialdiagnostik werden im Internet www.aekno.de/aktuelle_ausgabe im Anschluss an den Artikel veröffentlicht.

Zum Erwerb der Fortbildungspunkte müssen mindestens 70 Prozent der Fragen richtig beantwortet werden. In dem Fall können die Fortbildungspunkte über den Elektronischen Informationsverteiler (EIV) dem elektronischen Punktekonto des Arztes bei seiner Ärztekammer automatisch gutgeschrieben werden, falls die Einheitliche Fortbildungsnummer/Barcode auf die Lernerfolgskontrolle aufgeklebt und damit das Einverständnis zur Datenübermittlung dokumentiert worden ist.

Einsendeschluss: Die Lernerfolgskontrolle muss spätestens bis Mittwoch, 27. Februar 2019 per Fax oder per Post eingegangen sein (Poststempel). Fax: 0211 4302-5808, Postanschrift: Nordrheinische Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung, Tersteegenstr. 9, 40474 Düsseldorf.

Auflösung: im Rheinischen Ärzteblatt 3/2019 in der Rubrik Magazin.


via www.aekno.de

Die Zertifizierte Kasuistik findet sich auf der Homepage der Ärztekammer Nordrhein unter www.aekno.de/cme.

Anmeldung: Erstmalige Registrierung mit Nachnamen, Arztnummer, Einheitlicher Fortbildungsnummer (falls vorhanden) und einer aktuellen E-Mail-Adresse. An diese werden die Zugangsdaten geschickt. Die zukünftige Anmeldung erfolgt über Nachnamen und die per E-Mail übermittelte Benutzer-ID.

In dem geschlossenen Bereich finden sich

  • der einführende Artikel zum jeweiligen Thema,
  • die ausführlichen medizinischen Informationen und
  • der Fragekatalog inklusive Evaluation.

Die bisher veröffentlichten Kasuistiken der Reihe finden sich zu Übungszwecken unter www.aekno.de/cmetest.

* Dr. Robert Kreuzpointner arbeitet als Oberarzt in der Abteilung Angiologie und Phlebologie, Gefäßzentrum Starnberger See, Benedictus Krankenhaus Tutzing. René Trabold ist Oberarzt der Abteilung für Neurologie am Benedictus Krankenhaus Tutzing.

Professor Dr. Malte Ludwig ist Chefarzt der Abteilung Angiologie und Phlebologie sowie Leiter des Gefäßzentrums Starnberger See am Benedictus Krankenhaus Tutzing. Er koordiniert und begleitet die Reihe inhaltlich.