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Ausstellung "Fegt alle hinweg…"

Bonner Ärzte erinnern an entrechtete und verfolgte jüdische Kolleginnen und Kollegen in Hitlerdeutschland

18.10.2019 Seite 9
RAE Ausgabe 11/2019

Rheinisches Ärzteblatt

Heft 11/2019

Seite 9

Die Wanderausstellung ist seit vielen Jahren in Deutschland zu sehen, zum Beispiel 2010 in der TU München. © Ursula und Hansjörg Ebell

Die Bonner Kreisstelle der Ärztekammer Nordrhein und der Bonner Ärzteverein erinnern in Kooperation mit dem StadtMuseum Bonn und der Gedenkstätte und NS-Dokumentationszentrum Bonn mit einer Ausstellung an den Approbationsentzug jüdischer Ärztinnen und Ärzte im Jahr 1938 durch die Nazis. Vom 10. November bis 8. Dezember dieses Jahres beleuchtet die Ausstellung im StadtMuseum Bonn, Franziskanerstraße 9, 53113 Bonn, Schicksale der von den Nationalsozialisten verfemten, verfolgten und ermordeten ärztlichen Kollegen jüdischen Glaubens zwischen 1933 und 1945. Der Veranstaltungstitel „Fegt alle hinweg", die die Zeichen der Zeit nicht verstehen…“ dokumentiert dabei die perfide Propaganda der damaligen Machthaber. Die Ausstellung wird in den kommenden Jahren weitere Stationen im Rheinland machen (siehe zum Thema auch RÄ 2/2019, S. 12 f: „Die Erinnerung sucht uns im Alltag auf“). Insgesamt 8.000 jüdische Ärztinnen und Ärzte wurden im Nationalsozialismus verfolgt, vertrieben oder deportiert. Etwa 2.000 Ärztinnen und Ärzte, denen die Flucht nicht gelang, wurden ermordet.    

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