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Magazin

Mail aus Köln

20.09.2019 Seite 10
RAE Ausgabe 10/2019

Rheinisches Ärzteblatt

Heft 10/2019

Seite 10

Anja Klutsch nach ihrem bestandenen mündlichen Examen. © privat

Mein Praktisches Jahr im Ausland zu absolvieren, war eine der besten Entscheidungen meiner Studienlaufbahn. England und Italien aus diesen Blickwinkeln zu (er)leben – diese Erfahrungen waren einzigartig! Doch eine nicht mindere Herausforderung folgte danach: wieder zurück nach Köln an die Heimatuni zu kommen, den Büchereiausweis zu verlängern und den gewohnten Lernplatz in der Bibliothek einzunehmen (1. EG, auf Höhe der Treppenhaustüren, da es dort nicht zu stark von der Klimaanlage zieht), um sich auf den Endgegner, das mündliche Staatsexamen (M3), vorzubereiten. Noch nie vergingen die Wochen vor einer Prüfung so langsam. Während ein Kommilitone nach dem anderen nach und nach die obligatorischen „Endlich Arzt!“Fotos posteten, versuchte ich krampfhaft, mir die ICD-10 Kriterien der Schizophrenie einzuprägen.
Und dann ging plötzlich doch alles unglaublich schnell. Die letzte Woche vor der Prüfung, der letzte Tag, der erste Tag der Prüfung am Patientenbett und die allerletzte universitäre Veranstaltung des gesamten Studiums, der letzte Prüfungstag des M3. Es war geschafft! Als Student das Gebäude betreten, als Ärztin verlassen. Sieben Jahre Studium fanden plötzlich ihren Abschluss. Endlich Ärztin. Und das Foto ist auch schon hochgeladen.
Wie erlebt Ihr das Studium der Humanmedizin? Schreibt mir an medizinstudium(at)aekno.de