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Organspende

Hausärzte sind wichtige Ansprechpartner

17.11.2025 Seite 6
RAE Ausgabe 12/2025

Rheinisches Ärzteblatt

Heft 12/2025

Seite 6

Das Manual für das Arzt-Patienten-Gespräch genügt der Umfrage zufolge 68 Prozent der Ärztinnen und Ärzte zur Vorbereitung. Es kann unter www.bioeg.de angefordert werden. © BIÖG

Die Mehrheit der Hausärztinnen und Hausärzte berät ihre Patienten regelmäßig zum Thema Organspende und setzt damit einen Auftrag aus dem Transplantationsgesetz um. Das hat eine gemeinsame Repräsentativbefragung des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit und des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands ergeben, die Anfang November veröffentlicht wurde. Danach haben 82 Prozent der befragten Hausärzte seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Stärkung der Entscheidungsbereitschaft zur Organspende am 1. März 2022 Informationsgespräche geführt, 72 Prozent haben Informationsmaterial zur Organ- und Gewebespende ausgehändigt. Am häufigsten seien die Beratungsgespräche im Kontext von Gesundheits-Check-ups (69 Prozent) und der Erstellung einer Patientenverfügung (59 Prozent) geführt worden. Für die Patientinnen und Patienten standen in den Gesprächen zwei Fragen im Vordergrund: die zu einer oberen Altersgrenze für eine Organspende (69 Prozent) und ob im Akutfall alles medizinisch Machbare unternommen wird, um ihr Leben zu retten (60 Prozent). Persönlich standen die befragten Ärztinnen und Ärzte der Organ- und Gewebespende ganz überwiegend eher positiv gegenüber (88 Prozent), nur vier Prozent hatten eine eher negative Einstellung. Seit 2022 können die Hausärzte alle zwei Jahre je Patient ein ergebnisoffenes Beratungsgespräch zur Organ- und Gewebespende abrechnen.    

HK