Die letzte Famulatur. Noch vor zwei Jahren begann ich einen Artikel mit den Worten: „Die erste Famulatur“. Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergangen ist. Vier Famulaturen und unzählige Eindrücke später bin ich nun im neunten Semester und das Ende meiner Studienzeit rückt spürbar näher. In Radiologie und Nuklearmedizin absolvierte ich meine letzte Famulatur. Davor war ich Famulantin in einer Hausarztpraxis, in der Chirurgie und in der Kardiologie. Dadurch durfte ich eine große Bandbreite an ärztlicher Arbeit sehen. Was davon bleibt, ist mehr als nur theoretisches Wissen und praktische Fähigkeiten. Es ist das Gefühl, ganz langsam in eine Rolle hineinzuwachsen, die ich anfangs als fast unerreichbar empfand.
Ob ich nach all diesen Einblicken nun weiß, welches Fach ich später wählen möchte? Nein. Aber ich habe nun eine klarere Vorstellung davon, wie ich mir meinen späteren Berufsalltag wünsche und worauf ich achten sollte, damit ich ihn auch noch in vielen Jahren gerne ausübe.
Ob ich mich bereit fühle, die ärztlichen Aufgaben und damit auch einen großen Teil Verantwortung zu übernehmen? Noch nicht. Doch im Vergleich zu früher ist da deutlich mehr Zuversicht. Im Studium merke ich zunehmend, wie sich die Themen ineinanderfügen und wie viel Wissen sich angesammelt hat. Auch die Praxisanteile werden intensiver, und uns wird mehr zugetraut. Mit jeder Erfahrung, die ich mache, wächst das Vertrauen in das, was noch kommt.
Wie erlebt Ihr das Medizinstudium? Schreibt mir unter medizinstudium(at)aekno.de.


