Die zentrale Verantwortung von Ärztinnen und Ärzten, die Transformation hin zu einem umweltbewussten Gesundheitswesen zu unterstützen, hat die Zentrale Ethikkommission bei der Bundesärztekammer (ZEKO) in ihrer Stellungnahme zu „Planetary Health“ formuliert. Sie empfiehlt, Initiativen für „grüne“ Krankenhäuser und Arztpraxen strategisch voranzutreiben und finanziell zu fördern. Im unmittelbaren Patientenkontakt könnten Ansätze der klimasensiblen Gesundheitsberatung sowie des „Green Decision Making“ dazu dienen, Aspekte ökologischer Nachhaltigkeit in die Entscheidungsfindung aufzunehmen, heißt es in der Stellungnahme der ZEKO. Ärztinnen und Ärzte könnten ihre Patienten beispielsweise dazu anregen, vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen oder weniger Fleisch zu essen. Im Rahmen des „Green Informed Consent“ sollten sich Patienten für umweltschonende Untersuchungs- oder Behandlungsmethoden entscheiden können. „Gesundheit und Wohlergehen der Menschen hängen ganz wesentlich vom Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen ab“, sagte der Präsident der Bundesärztekammer Dr. Klaus Reinhardt. „Ihr Schutz ist deshalb immer auch Gesundheitsschutz.“ Es sei ärztliche Pflicht, auf diese Zusammenhänge aufmerksam zu machen.
HK


