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Hitzeschutz

Hitzewelle belastet Gesundheitswesen

20.07.2026 Seite 6
RAE Ausgabe 8/2026

Rheinisches Ärzteblatt

Heft 8/2026

Seite 6

Zu 1.230 hitzebedingten Todesfällen kam es bis Ende Juni allein in NRW, schätzt das Robert Koch-Institut. © FotografiaBasica/istockphoto.com

Die Hitzewelle Ende Juni führte in Teilen des nordrhein-westfälischen Gesundheitswesens zu erheblichen Belastungen. Nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums kam es insbesondere im Rettungsdienst und in den Krankenhäusern zu hitzebedingten Überlastungssituationen. Das Robert Koch-Institut schätzte die Zahl der hitzebedingten Todesfälle bis Ende Juni bundesweit auf etwa 5.100, davon 1.230 in NRW. Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann lud Anfang Juli die Akteure des Gesundheitswesens, darunter die beiden Ärztekammern des Landes, zum Austausch über die Herausforderungen künftiger Hitzeperioden. Die Beteiligten forderten unter anderem, dass die Bevölkerung und die Einrichtungen besser für die Risiken durch extreme Hitze sensibilisiert werden müssten. Zudem müsse eine flächendeckende Warnsystematik eingeführt sowie Hitzewellen stärker in der Krankenhausalarmplanung berücksichtigt werden. Außerdem solle der Ausbau sogenannter kühler Orte in den Kommunen vorangetrieben werden.
 
Im Rahmen des Hitzeschutzes stellte das Land in diesem Jahr nach eigenen Angaben rund 250.000 Euro für Hilfen für wohnungslose Menschen bereit. Das Ministerium wies zudem darauf hin, dass im Rahmen der Krankenhausplanung im Zeitraum von 2024 bis 2027 rund 800 Millionen Euro für Klimaanpassungsmaßnahmen vorgesehen sind.    

MST