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Transplantationszentren

Keine Anzeichen für Manipulationen

19.01.2026 Seite 9
RAE Ausgabe 2/2026

Rheinisches Ärzteblatt

Heft 2/2026

Seite 9

Die 127 Transplantationsprogramme der 46 Transplantationszentren in Deutschland werden verdachtsunabhängig alle drei Jahre daraufhin überprüft, ob bei der Organspende alles regelkonform abläuft. © sturti/istockphoto.com

Eine positive Bilanz der Arbeit in der Transplantationsmedizin haben die für die Prüfung von Transplantationszentren in Deutschland zuständigen Kontrollgremien von Bundesärztekammer, Deutscher Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband in ihrem Tätigkeitsbericht 2024/2025 gezogen. Überprüft wurden die Herz-, Lungen-, Leber-, Nieren- und Pankreastransplantationsprogramme der Jahre 2019 bis 2021. Insgesamt flossen nach Angaben der Prüfer 58 Transplantationsprogramme in die Auswertung ein, in deren Rahmen insgesamt 9.169 Organe postmortal gespendet wurden. Die Prüfungen hätten ergeben, dass die Vorgaben und Richtlinien aus dem Transplantationsgesetz ganz überwiegend eingehalten worden seien, teilten die Prüfer mit. „Wir haben keine Anhaltspunkte für Manipulationen oder systematische Verstöße gefunden“, sagte der Vorsitzende der Prüfungskommission, Oberstaatsanwalt a. D. Thomas Schwarz. 

Ebenfalls Teil des Tätigkeitsberichts ist die Arbeit der unabhängigen Vertrauensstelle Transplantationsmedizin, die Hinweise auf mögliche Verstöße gegen das Transplantationsgesetz entgegennimmt. Dort gingen 24 Eingaben ein, überwiegend einzelfallbezogene Fragen zur Organspende und möglichem Organhandel sowie zur Lebendorganspende, so die Prüfgremien. Der Tätigkeitsbericht kann unter www.geschaeftsstelle-transplant.de abgerufen werden.     

HK