Ich finde es immer wieder erschreckend, wie schnell doch ein Jahr vergeht. Aber ich glaube, die Zeit vergeht auch schneller, je gestresster man ist. Und stressig war es die letzten Wochen und Monate auf jeden Fall.
Das dritte Semester hat direkt anstrengend mit dem Systemblock Bewegungsapparat angefangen, insbesondere nachdem ich drei Monate den Sommer entspannt genossen habe und mir keine Gedanken über den Musculus sternocleidomastoideus mit seinen Ansätzen, Ursprüngen und seiner Innervation machen musste. Da ich es persönlich auch sehr kräfteraubend fand, die ganzen anatomischen Strukturen, die unser Körper zu bieten hat, stur auswendig zu lernen, war ich sehr dankbar, als wir endlich in den Präpariersaal durften und uns das alles an einem Körperspender anschauen durften, sodass das Auswendiggelernte ein wenig mehr Sinn ergab.
Nach dem Bewegungsapparat schlich sich so langsam dann auch Weihnachten an. Die Vorweihnachtszeit ist zwar auch stressig, aber der eine oder andere Glühwein auf dem von Touristen sogar an einem gewöhnlichen Wochentag um die Mittagszeit überfüllten Weihnachtsmarkt in der Aachener Innenstadt hat diese ein klein wenig erträglicher gemacht.
Und damit ist auch das dritte Semester schon fast vorbei, und es wird somit bald wieder Zeit für meine liebste Zeit des Jahres: die vorlesungsfreie Zeit. Die werde ich dann schön in der Sonne auf Sri Lanka verbringen, damit ich durch den traurigen deutschen Winter keinen Vitamin-D-Mangel bekomme.
Wie erlebt Ihr das Medizinstudium? Schreibt mir unter medizinstudium(at)aekno.de


