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Praktisches Jahr

Forderungen zum Teil erfüllt

29.06.2026 Seite 10
RAE Ausgabe 7/2026

Rheinisches Ärzteblatt

Heft 7/2026

Seite 10

Im aktuellen Verordnungsentwurf zur Approbationsordnung sind zum Teil seit langem von Medizinstudierenden und ärztlichen Verbänden geforderte Änderungen für das Praktische Jahr (PJ) enthalten. Der Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums sieht bis zu zehn zusätzliche krankheitsbedingte Fehltage sowie die Aufhebung der Deckelung der PJ-Aufwandsentschädigung vor. Die geplanten Änderungen begrüßten sowohl die Bundesvertretung der Medizinstudierenden e.V. (bvmd) als auch der Ausschuss Medizinstudierender im Hartmannbund als erste wichtige Schritte. „Die neue Fehlzeitenregelung ist eine echte Erleichterung, weil nun endlich eine Krankmeldung möglich ist – ohne Sorge, dabei den Urlaub oder Lerntage vor dem dritten Staatsexamen zu verlieren”, sagte Aljoscha Lorentz von der bvmd. Der Wegfall der Deckelung der Aufwandsentschädigung biete Kliniken im ländlichen Raum die Möglichkeit, finanzielle Anreize für PJler zu schaffen und dadurch ihre Attraktivität als Ausbildungsstelle zu steigern.

Die Medizinstudierenden im Hartmannbund mahnen gleichzeitig weitere Strukturreformen beim PJ an. Die von der Politik geplanten Maßnahmen ließen zentrale Probleme unberührt. Beispielsweise würden PJler häufig mit Tätigkeiten betraut, die keinen erkennbaren Lernwert haben, wie Botengänge oder Routinetätigkeiten. Ebenfalls fehle es vielerorts an verlässlichen Lehrstrukturen, klar definierten Lernzielen und kontinuierlicher Betreuung, wie eine aktuelle Befragung des Hartmannbunds unter PJ-Studierenden ergab.

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