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Hitzeaktionstag 2026

Hitzeschutz als Teil der Krisenvorsorge

29.06.2026 Seite 6
RAE Ausgabe 7/2026

Rheinisches Ärzteblatt

Heft 7/2026

Seite 6

Die Zahl extremer Hitzetage mit über 35 Grad Celsius wird nach Ansicht von Meteorologen infolge des Klimawandels in Deutschland zunehmen. © BlackSalmon/istockphoto.com

Unter dem Motto „Gemeinsam vorsorgen gegen Extremhitze“ hat ein breites Bündnis von Organisationen aus Gesundheitswesen, Pflege, Wohlfahrt und Zivilgesellschaft dazu aufgerufen, den gesundheitsbezogenen Hitzeschutz in Deutschland konsequent und flächendeckend umzusetzen. Hitze müsse systematisch in Krisenvorsorge, Gesundheitsversorgung und Katastrophenschutz integriert werden. Deutschland sei auf Extremhitze als Krisenlage bislang nicht ausreichend vorbereitet, erklärte der Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Klaus Reinhardt, anlässlich des Hitzeaktionstages 2026 am 11. Juni. Längere und intensivere Hitzeperioden infolge des Klimawandels belasteten insbesondere ältere, kranke und pflegebedürftige Menschen. Zugleich stellten sie das Gesundheitswesen vor große Herausforderungen. „Hitzeschutz muss deshalb verbindlich in Krisenvorsorge und Katastrophenschutz integriert werden“, forderte Reinhardt. „Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen müssen auch unter Extrembedingungen leistungsfähig bleiben.“ Dafür müssten angemessene finanzielle Mittel bereitgestellt werden. Zwar sind nach Auffassung des Bündnisses in den vergangenen Jahren erste wichtige Schritte im Hitzeschutz unternommen worden. Auf ausgeprägte, mehrtägige oder sich überlagernde Extremhitzelagen seien Politik, Verwaltung, Institutionen und Bevölkerung bislang nicht vorbereitet.    

HK