Diagnostische und therapeutische Überlegungen
von Stefan Schlüter, Mathias Stemberg und Lutz Büllesfeld
Anamnese
Eine 59-jährige Patientin stellte sich auf Veranlassung ihres niedergelassenen Kardiologen in unserer Rhythmussprechstunde vor. Seit circa zwei Jahren berichtete sie über ein anfallsartig auftretendes Herzrasen mit sehr variablen Frequenzen und einer Symptomatik, bestehend aus Schwäche, Abgeschlagenheit und Abnahme der körperlichen Leistungsfähigkeit.
Die Dauer der Episoden war hoch variabel. Ein Therapieversuch mit einem ß-Rezeptoren-Blocker hatte keine dauerhafte Stabilisierung der Situation erbracht.
Die Patientin war sportlich sehr aktiv. Im Rahmen der ambulanten Vorstellung berichtete sie über die gleiche Symptomatik, welche kurz zuvor eingesetzt hatte. An relevanten Vorerkrankungen bestand ein Zustand nach Mammakarzinom sowie ein Zustand nach papillärem Schilddrüsenkarzinom 2010. Es waren keine weiteren Vorerkrankungen aus dem kardiovaskulären Formenkreis bekannt. Die Patientin war Nichtraucherin.
Körperlicher Untersuchungsbefund
Größe 171 cm, Gewicht 54 kg. BMI 18,5 kg/m² Körperoberfläche. Puls unregelmäßig, ca 90/min., RR 110/70 mmHg. An Pulmo und Abdomen kein auffälliger Untersuchungsbefund.
Aktuelle Medikation
Thyroxin 75 µg/100 µg im Wechsel jeden 2. Tag. Keine orale Antikoagulation.
Labor (auffällige Werte)
TSH mit 1,62 µIU/ml im Normbereich unter Substitution. Ansonsten keine Auffälligkeiten.
TTE-Befund
Bis auf eine geringgradige Mitralklappeninsuffizienz wies die transthorakale Echokardiografie keine strukturellen Auffälligkeiten auf.
Dr. Stefan Schlüter arbeitet als Chefarzt der Sektion Elektrophysiologie in der Abteilung Kardiologie der GFO Kliniken Bonn.
Dr. Mathias Stemberg ist dort Leitender Oberarzt und Privatdozent
Dr. Lutz Büllesfeld leitet die Abteilung als Chefarzt.
Professor Dr. Malte Ludwig ist ambulant als Angio-loge in Gmund am Teegernsee tätig und arbeitet in Kooperation mit dem Gefäßzentrum am Krankenhaus Agatharied. Er koordiniert und begleitet die Reihe inhaltlich.
Kurzanleitung zur „Zertifizierten Kasuistik“
Hinweis: Die 2 Fortbildungspunkte können über das System des Einheitlichen Informationsverteilers (EIV) Ihrem Punktekonto bei der Ärztekammer gutgeschrieben werden.
Es werden Ihre Einheitliche Fortbildungsnummer, die Veranstaltungsnummer und die Anzahl der Punkte übermittelt.
via Rheinisches Ärzteblatt
Im ersten Rheinischen Ärzteblatt des Quartals werden jeweils veröffentlicht: der einführende Artikel zum Thema, der Fragenkatalog und die Lernerfolgskontrolle mit Bescheinigung.
Ausführliche Informationen zur Differenzialdiagnostik werden im Internet unter www.aekno.de/cme veröffentlicht.
Zum Erwerb der Fortbildungspunkte müssen mindestens 70 Prozent der Fragen richtig beantwortet werden. In dem Fall können die Fortbildungspunkte über den Elektronischen Informationsverteiler (EIV) dem elektronischen Punktekonto des Arztes bei seiner Ärztekammer automatisch gutgeschrieben werden, falls die Einheitliche Fortbildungsnummer/Barcode auf die Lernerfolgskontrolle aufgeklebt und die Einverständniserklärung zur Datenübermittlung unterschrieben ist.
Einsendeschluss: Die Lernerfolgskontrolle muss spätestens bis Samstag, 29. August 2026 per Fax oder per Post eingegangen sein (Poststempel). Fax: 0211/4302 5808, Postanschrift: Ärztliche Akademie für medizinische Fort- und Weiterbildung in Nordrhein, Tersteegenstr. 9, 40474 Düsseldorf.
Auflösung: im Rheinischen Ärzteblatt 9/2026 in der Rubrik Magazin.
via www.aekno.de
Die Zertifizierte Kasuistik findet sich auf der Homepage der Ärztekammer Nordrhein unter www.aekno.de/cme.
Anmeldung: Erstmalige Registrierung mit Nachnamen, Arztnummer, Einheitlicher Fortbildungsnummer (falls vorhanden) und einer aktuellen E-Mail-Adresse. Die zukünftige Anmeldung erfolgt über die angegebene E-Mail-Adresse und das selbst gewählte Passwort.
In dem geschlossenen Bereich finden sich:
• der einführende Artikel zum jeweiligen Thema,
• die ausführlichen medizinischen Informationen und
• der Fragenkatalog.
Die bisher veröffentlichten Kasuistiken der Reihe finden sich zu Übungszwecken unter www.aekno.de/cmetest.

