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Weltnichtrauchertag

Tabaksteuer soll in Prävention fließen

29.06.2026 Seite 9
RAE Ausgabe 7/2026

Rheinisches Ärzteblatt

Heft 7/2026

Seite 9

E-Zigaretten werden von Jugendlichen häufig als harmlos wahrgenommen. Gesundheitsexperten warnen aber vor den Risiken. Die beim Erhitzen der Liquids entstehenden Aerosole hätten das Potenzial, das Herz-Kreislauf-System zu schädigen sowie Atemwegserkrankungen und Allergien auszulösen. © RealPeopleGroup/istockphoto.com

Anlässlich des Weltnichtrauchertags Ende Mai hat die Ärztekammer Nordrhein (ÄkNo) erneut gefordert, die Präventionsmaßnahmen im Kampf gegen den Tabakkonsum zu verstärken. Sie befürworte deshalb die geplante Erhöhung der Tabaksteuer in diesem Jahr und schließe sich den Forderungen des Drogenbeauftragten der Bundesregierung an, die zusätzlichen Einnahmen zweckgebunden im Gesundheitswesen einzusetzen. Die Einnahmen aus der Tabaksteuer müssten in die Prävention, Rauchentwöhnung und Behandlung von Folgeerkrankungen fließen.

Gerade angesichts der drohenden Finanzlücke im Gesundheitswesen und der Diskussionen um Einsparungen sei Prävention kein Add-On mehr, sondern zwingend notwendig, um das Gesundheitssystem langfristig zu entlasten: „Der Tabakkonsum in Deutschland kostet in jedem Jahr rund 131.000 Menschenleben und verursacht über 30 Milliarden Euro direkte Gesundheitskosten“, sagte ÄkNo-Präsident Dr. Sven Dreyer. Rauchen sei das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko hierzulande. Vor allem Kinder und Jugendliche müssten besser vor den Folgen von Nikotin- und Tabakkonsum geschützt werden. Gerade E-Zigaretten würden von Jugendlichen häufig als harmlos wahrgenommen. „Sie sind es aber nicht", erklärte Dreyer. Werbeverbote für Tabak- und Nikotinprodukte müssten ausgeweitet werden.

ÄkNo