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Arzneimittel

Immer wieder Lieferengpässe

17.02.2026 Seite 6
RAE Ausgabe 3/2026

Rheinisches Ärzteblatt

Heft 3/2026

Seite 6

Über tausend Lieferengpässe bei Arzneimitteln hat das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) im Jahr 2025 registriert. Besonders betroffen waren davon Antipsychotika mit einer Engpassdauer von durchschnittlich 230 Tagen und Antidepressiva mit einer Engpassdauer von 107 Tagen. Beide Medikamentengruppen spielten bei der Versorgung erkrankter Patientinnen und Patienten eine große Rolle. Ein Lieferengpass könne therapiegefährdend sein, warnte das Zi. Auch Lipidsenker und Antibiotika waren im Vorjahr an durchschnittlich mehr als 150 beziehungsweise 120 Tagen Mangelware. Dies betraf über vier Millionen Patienten.

Ein Hauptgrund für die sich wiederholenden Lieferengpässe ist dem Zi zufolge die Konzentration der Arzneimittelproduktion auf wenige Hersteller weltweit, die überwiegend in China und Indien produzieren.    

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