Vorlesen
Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz

Angehende Mediziner und Apotheker suchen Schulterschluss

20.04.2026 Seite 10
RAE Ausgabe 5/2026

Rheinisches Ärzteblatt

Heft 5/2026

Seite 10

Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e. V. (bvmd) und der Bundesverband der Pharmaziestudierenden in Deutschland e. V. (BPhD) begrüßen die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken verfolgte Apothekenreform sowie den Gesetzentwurf zum Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) als Diskussionsgrundlage. Die dort integrierten Ansätze wie beispielsweise die Erweiterung der Verschreibungsbefugnisse für Apotheker sollten sachlich beraten werden und dabei die Patientensicherheit sowie die stärkere Verankerung interprofessioneller Ausbildung im Medizin- und Pharmaziestudium in den Mittelpunkt stellen. Die Kritik aus der verfassten Ärzteschaft an dem Entwurf sehen die Studierenden skeptisch. „Die bvmd und der BPhD teilen nicht die Entschiedenheit, mit der die Initiative hier abgewiesen wurde und fordern eine Öffnung der Debatte für eine differenzierte Auseinandersetzung.“ Aus der Perspektive der nächsten Apotheker- und Ärztegeneration werde die Einseitigkeit, mit der diese Initiative teilweise abgelehnt wurde, weder dem Problem noch dem Lösungsansatz gerecht, so die beiden Vertretungen. Sie verwiesen darauf, dass beispielsweise eine Cochrane-Analyse gezeigt habe, dass sowohl nicht-ärztliche Fachkräfte als auch Ärzte bei der medikamentösen Behandlung einiger häufiger Erkrankungen vergleichbare Therapieergebnisse mit ähnlich niedrigen Quoten unerwünschter Nebenwirkungen erzielen könnten. Der vorliegende Gesetzentwurf, der in erster Lesung im Bundestag beraten wurde, könne ein erster Schritt sein, das Gesundheitswesen interprofessioneller zu gestalten. Nur gemeinsam lasse sich ein System gestalten, das auch in Zukunft leistungsfähig, gerecht und patientennah bleibe, so bvmd und BPhD.    

bre