Vorlesen
Herzinsuffizienz

Regional ungleiche Verteilung

15.10.2026 Seite 9
RAE Ausgabe 11/2026

Rheinisches Ärzteblatt

Heft 11/2026

Seite 9

Menschen in sozioökonomisch am stärksten benachteiligten Regionen Deutschlands sind mit 6,8 Prozent deutlich häufiger von einer Herzinsuffizienz betroffen als Menschen in Regionen mit günstigen sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (4,4 Prozent). Dies zeigt die aktuelle Auswertung von Gesundheitsdaten aus dem Jahr 2024 durch das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO). Auch nach Berücksichtigung von regionalen Alters- und Geschlechtsunterschieden bleibe dieser Zusammenhang bestehen, heißt es im „Gesundheitsatlas Deutschland“ des WIdO. Neben sozialen Faktoren wiesen die Analysen auf deutliche Zusammenhänge hin zwischen der Häufigkeit von Herzinsuffizienz und vermeidbaren Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck und Typ-2-Diabetes. Dies zeige den Wert gesundheitlicher Prävention und gesundheitsförderlicher Lebensbedingungen zur Vermeidung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auffällig sind die Unterschiede bei der Prävalenz der Herzinsuffizienz im Ost-West-Vergleich. Den höchsten Herzinsuffizienzanteil verzeichnet Sachsen-Anhalt (8,9 Prozent), gefolgt von Thüringen (8,5 Prozent) und Sachsen (7,9 Prozent). In Nordrhein-Westfalen liegt dieser Anteil bei 5,3 Prozent.     

tg