Als Reaktion auf die Hitzewelle in diesem Sommer will die NRW-Landesregierung in den Jahren von 2027 bis 2030 insgesamt 286,6 Millionen Euro Fördermittel bereitstellen, um Menschen in Krankenhäusern und Pflegeheimen besser vor Extremhitze zu schützen. 200 Millionen Euro stehen im Krankenhausbereich zur Verfügung für Umbauten, die zur Klimatisierung, aktiven Kühlung oder Verschattung von Intensivstationen, Kreißsälen, Notaufnahmen, OP-Sälen, Pflegestützpunkten und einzelnen Stationen führen. Im Bereich Pflege sind vorbehaltlich der Zustimmung des Haushaltsgesetzgebers 50 Millionen Euro für geeignete fest installierte Klimageräte, Kühldecken oder -segel vorgesehen, für mobile Klimageräte als Ausnahme. Mit noch verfügbaren Mitteln aus dem Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst sollen in den kommunalen Gesundheitsämtern bis zu je zwei Vollzeitkräfte über einen Zeitraum von drei Jahren finanziert werden. Diese neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen dafür sorgen, dass besonders hitzegefährdete Menschen vor Ort besser erreicht und mit praxisnahen Hilfsangeboten unterstützt werden. Dass viele Krankenhäuser auf extreme Hitzewellen nur unzureichend oder überhaupt nicht vorbereitet sind, geht auch aus einer aktuellen Umfrage des Marburger Bundes unter mehr als 1.000 Klinikärztinnen und -ärzten hervor.
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