Um die Gesundheitsversorgung auch in Krisensituationen aufrechtzuerhalten, muss das Gesundheitssystem resilient, also ausreichend widerstands- und durchhaltefähig sein. Ereignisse der vergangenen Jahre, etwa die COVID-19-Pandemie, die Flut im Ahrtal, die extremen Hitzeperioden oder die Lieferschwierigkeiten bei Arzneimitteln, hätten gezeigt, dass das Gesundheitssystem nicht ausreichend vorbereitet ist, betont die Bundesärztekammer in ihrem im September vorgelegten Strategiepapier „Im Krisenfall handlungsfähig: Resilienz des Gesundheitswesens aus ärztlicher Sicht“. Hinzu komme als Herausforderung für die Krisenfestigkeit noch die Bedrohungslage nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine.
Das Strategiepapier konzentriert sich auf drei Handlungsfelder: das Zusammenwirken von Akteuren und Ebenen, Ausstattung und Bevorratung sowie die quantitative und qualitative Verfügbarkeit des medizinischen Personals. Für verbesserte Abläufe in Krisen bedürfe es eindeutiger Zuständigkeiten und klarer Abläufe. Das Zusammenwirken der verschiedenen staatlichen Ebenen müsse besser geordnet werden, heißt es in dem Papier. Erforderlich dafür seien die Stärkung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, regelmäßige und auskömmlich finanzierte Übungen und ein Lagezentrum Gesundheit auf Bundesebene. Notwendig seien zudem ein besserer Schutz von Gesundheitseinrichtungen vor (Cyber-)Angriffen und vor Ausfällen kritischer Infrastrukturen.
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