Die Vertragsärzte und -psychotherapeuten in Nordrhein können 2026 mit einer Honorarsteigerung von 142,5 Millionen Euro rechnen. Darauf haben sich die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) und die Krankenkassen geeinigt. Unter Berücksichtigung der auf Bundesebene vereinbarten Veränderungen beim Orientierungspunktwert und der Morbidität steigt die morbiditätsorientierte Gesamtvergütung (MGV) in Nordrhein in diesem Jahr um 90,4 Millionen Euro. Um zusätzliche 52,1 Millionen Euro wächst die Vergütung für Einzelleistungen. Darunter fallen der KVNO zufolge auch Sondervereinbarungen und Zuschläge wie etwa die zur Förderung der Knochendichtemessung. Die Pflegeheimförderung werde ebenfalls fortgeführt, wobei das Budget für 2026 auf 5,5 Millionen Euro erhöht werde. Mit zusätzlich 8,5 Millionen Euro wird zudem die Sicherstellung der Notdienststrukturen im Rheinland gefördert. Die seit 2019 laufende extrabudgetäre Förderung der Schlafmedizin wurde dagegen beendet. Die Leistungen wurden in die MGV überführt. Der Honorareinigung seien schwierige Verhandlungen vorausgegangen, erklärte die KVNO. Erstmals habe man das Schiedsamt anrufen müssen. Die regionalen
Verhandlungsspielräume seien in den letzten Jahren immer geringer geworden, so auch die Bereitschaft der Kassen zur Finanzierung.
HK


