Social Media: Seriöse Gesundheitsinformationen erkennen
Wie ernähre ich mich gesund? Was tun bei Heuschnupfen? Welche Impfungen werden für Kinder empfohlen? Helfen Naturheilverfahren?
Auf diese und viele andere Gesundheitsfragen gibt es im Netz ebenso viele, wie unterschiedliche Antworten. Hunderte Medfluencerinnen und Medfluencer sind auf Instagram, TikTok, YouTube und Co. aktiv und beraten zu zahlreichen Gesundheitsthemen.
Doch wem kann man vertrauen?
Mithilfe der folgenden Kriterien können Nutzerinnen und Nutzer erkennen, ob Medfluencer-Accounts seriös sind. Doch Vorsicht: Im Krankheitsfall sollte immer eine Ärztin oder einen Arzt konsultiert werden.
- Im Profil nennen seriöse Medfluencer ihren vollen Namen und ihre berufliche Qualifikation (z.B. Medizinstudierender, Pflegekraft, Fachärztin für).
- Wissenschaftliche Informationen sollten anhand von Quellenangaben oder Studien beleget werden oder auf Behandlungsleitlinien medizinischer Fachgesellschaften verweisen.
- Meinungsäußerungen werden kenntlich gemacht (z.B. „Meine Meinung dazu ist…“).
- Besprechen seriöse Medfluencer eine Behandlung, nennen sie immer Vor- und Nachteile sowie mögliche andere Therapien.
- Seriöse Medfluencer geben keine Heilversprechen.
- Es werden weder individuelle medizinische Ratschläge erteilt (auch nicht in den Kommentaren), noch werden Diagnosen gestellt oder Therapien empfohlen.
- Seriöse Medfluencer ermutigen ihre Follower, die präsentierten Inhalte kritisch zu hinterfragen und das Thema selbst noch einmal zu recherchieren. Wissenschaftlich fundierte und evidenzbasierte Gesundheitsinformationen gibt es zum Beispiel vom Bundesministerium für Gesundheit auf https://gesund.bund.de oder vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) auf https://gesundheitsinformation.de.
- Seriöse Medfluencer werben nicht für Gesundheitsprodukte.
- Seriöse Medfluencer weisen deutlich darauf hin, dass die veröffentlichten Gesundheitsinformationen keinen Arztbesuch ersetzen.
