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Pressemitteilung

Ärztekammer Nordrhein warnt vor Blockade bei der Zuckersteuer

dicke Menschen in Fußgängerzone
© justhavealook / istock.com

Düsseldorf, 6.11.2026. Die Ärztekammer Nordrhein fordert die Bundesregierung auf, die verabredete Einführung einer gestaffelten Zuckersteuer konsequent umzusetzen. Angesichts steigender Zahlen von Übergewicht, Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2 und weiteren ernährungsbedingten Erkrankungen ist es höchste Zeit, die Verhältnisprävention in Deutschland zu stärken. Eine Zuckersteuer ist dabei ein international erprobtes Instrument, um den Zuckerkonsum zu senken, die Bevölkerungsgesundheit zu verbessern und langfristig die Kosten im Gesundheitssystem zu reduzieren.

"Es ist derzeit schon sehr misslich, wie wir in Deutschland über die Zuckersteuer diskutieren", sagte heute Dr. Sven Dreyer, Präsident der Ärztekammer Nordrhein, zu der wieder aufgeflammten Diskussion um die Einführung oder Vertagung der Zuckersteuer. "Wer gesundheitsfördernde Steuern nur als Einnahmequelle diskutiert, hat die Intention der Steuer nicht verstanden. Die Steuer soll zuvorderst wirtschaftliche Anreize für Unternehmen schaffen, den Zuckergehalt ihrer Produkte deutlich zu reduzieren. Damit verbessert die Steuer die gesundheitlichen Rahmenbedingungen für die gesamte Bevölkerung, ohne individuelle Konsumentscheidungen zu verbieten", so der Kammerpräsident.

"Aus ärztlicher Sicht ist klar: Die Verantwortung für eine gesunde Ernährung darf nicht allein den Verbraucherinnen und Verbrauchern übertragen werden. Gerade Kinder und Jugendliche sind täglich einem großen Angebot stark zuckerhaltiger Lebensmittel und Getränke ausgesetzt und haben noch nicht die Gesundheitskompetenz, um die gesündere Wahl zu treffen", so Dreyer. "Die Zuckersteuer muss als ein erster Schritt zu gesünderen Lebensbedingungen kommen. Weitere Schritte wie die Steigerung der Gesundheitskompetenz und klare Standards für eine gesundheitsförderliche Schulernährung sollten folgen."

ÄkNo


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