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COVID-19

RKI hierarchisiert Risikofaktoren für schwere Verläufe

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Fünf Prozent der in der RKI-Studie eingeschlossenen COVID-19-Patienten mussten intensivmedizinisch versorgt werden oder verstarben. © Akiromaru/istockphoto.com

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat anhand von Abrechnungsdaten mehrerer gesetzlicher Krankenkassen die wichtigsten Vorerkrankungen identifiziert, die das Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf bei unter 80-Jährigen bergen. Ein besonders hohes Risiko haben demnach Menschen, die an Leukämie erkrankt sind. Von diesen entwickeln etwa 30 Prozent einen schweren Verlauf. Besonders gefährdet sind auch Patientinnen und Patienten mit metastasierenden Tumorerkrankungen und Demenzerkrankungen. Auf Rang vier und fünf der am meisten gefährdeten Vorerkrankten befanden sich Patienten mit metastasierendem Krebs, die aktuell nicht behandelt werden, und Menschen mit Herzinsuffizienz. 

Insgesamt wurden dem RKI zufolge 93.857 Personen mit dokumentierter COVID-19-Erkrankung in die Analyse eingeschlossen. Von diesen mussten fünf Prozent intensivmedizinisch behandelt werden oder verstarben. Ein Viertel der Patienten in der Studie war zwischen 25 und 39 Jahre alt. 

Das RKI hat die Ergebnisse und eine Liste der Vorerkrankungen im Epidemiologischen Bulletin veröffentlicht: https://edoc.rki.de/handle/176904/8142. Sie soll vor allem Hausärztinnen und Hausärzten dabei helfen, besonders gefährdete Patientengruppen gezielter zu identifizieren und früh zu impfen.    

HK
 


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