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Dachverband aller medizinischer Fachschaften

14.08.2025 Seite 10
RAE Ausgabe 9/2025

Rheinisches Ärzteblatt

Heft 9/2025

Seite 10

Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd) feierte 2024 ihr 20. Gründungsjubi­läum. Im Mai 2004 hatten sich die „Fachtagung Medizin e.V.“ und der „Deutsche Famulantenaustausch“ entschieden, die beiden Organisationen in einen Verein zu überführen. Das war die Geburtsstunde der bvmd, wie deren Pressesprecherin Lilly Aepfelbach mitteilt. Die bvmd sei der Dachverband der 40 medizinischen Fachschaften und vertrete damit über 113.000 Medizinstudierende in Deutschland. Eines der Hauptziele sei die Vernetzung von Medizinstudentinnen und -studenten. Daneben seien die Austauschprogramme und die politische Interessenvertretung wichtige Säulen der Arbeit des bvmd. Dreimal jährlich treffen sich Vertreter zu Mitgliederversammlungen, auf denen unter anderem Positionspapiere oder Satzungsänderungen des Vereins diskutiert und beschlossen würden, so Aepfelbach. Das Plenum wählt jährlich sowohl den Geschäftsführenden als auch den Erweiterten Vorstand, der neben dem Präsidenten und sieben Vizepräsidentinnen und -präsidenten die thematische Bundeskoordination und die Trainings- und Projektkoordination umfasst. Jede Lokalvertretung im Plenum der Mitgliederversammlung habe bei den Wahlen eine Stimme, so Aepfelbach. „Eines unserer Hauptanliegen ist die Umsetzung des Masterplans Medizinstudium und die längst überfällige Reform der Ärztlichen Approbationsordnung. Wir setzen uns im Rahmen dessen auch für ein faires Praktisches Jahr ein.“

Daneben befasst sich der Verband in sogenannten Bundeskoordinationen mit Themen wie Public Health, Sexualität und Prävention, Medizin und Menschenrechte, Europäische Integration, medizinische Ausbildung sowie Wissenschaftlichkeit und faires Praktisches Jahr. „Mit Sicherheit Verliebt“, das „Teddybärkrankenhaus“ und „Aufklärung Organspende“ sind einige der fortlaufenden Projekte der bvmd. International sei der Verband in der „European Medical Students‘ Association“ (EMSA) und der „International Federation of Medical Students‘ Associoation“ (IFMSA) aktiv. Über die IFMSA organisiert die Bundesvereinigung auch die studentischen Austauschprogramme. So kann Medizinstudierenden ein kostengünstiger und niederschwelliger Famulatur-, Forschungs- und Public Health-Austausch in über 100 Ländern angeboten werden.

Medizinstudierende, die sich für die Arbeit der bvmd interessieren oder aktiv mitarbeiten möchten, können sich an ihre Fachschaft wenden, so Aepfelbach. Aber auch die Teilnahme an einem der AG-Wochenenden oder an einem Bundeskongress sei möglich. Weitere Informationen, auch zur Mitarbeit bei der Bundesvertretung finden sich unter www.bvmd.de.

bre
 

Start der Reihe „Organisationen der Jungmediziner“

Das Rheinische Ärzteblatt wird in den kommenden Ausgaben an dieser Stelle Organisationen und Vereinigungen vorstellen, die sich explizit an Medizinstudierende oder junge Ärztinnen und Ärzte wenden, sie bei ihrer medizinischen Laufbahn unterstützen und gesundheitspolitische Interessen vertreten, die im Fokus der jungen Ärztegeneration stehen.

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