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Bundesärztekammer

Zugang zu humanitärer Hilfe für Menschen in Gaza

14.08.2025 Seite 7
RAE Ausgabe 9/2025

Rheinisches Ärzteblatt

Heft 9/2025

Seite 7

Die Einfuhr und Verteilung von Medikamenten, Lebensmitteln und Wasser dürfe nicht behindert werden, fordert die Bundesärztekammer. © picture alliance / Anadolu / Dawoud Abo Alkas

Die Bundesärztekammer (BÄK) hat die politischen Entscheidungsträger in Deutschland, Europa und weltweit aufgerufen, sich für den Schutz medizinischer Einrichtungen und den uneingeschränkten Zugang zu humanitärer Hilfe für die Menschen in Gaza einzusetzen. Die Einfuhr und Verteilung von Medikamenten, Lebensmitteln und Wasser dürfe nicht behindert oder verzögert werden. Der Schutz medizinischer Einrichtungen, des Personals und der Patienten sei für alle Konfliktparteien eine völkerrechtliche Verpflichtung, erklärte BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt. Hilfszentren, Gesundheitseinrichtungen und zivile Unterkünfte dürften weder angegriffen noch für militärische Zwecke missbraucht werden. Außerdem forderte die BÄK die sofortige und bedingungslose Freilassung aller in Gaza festgehaltenen Geiseln. Deren Inhaftierung stelle ebenfalls einen schweren Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht dar. Die Ärztekammer Nordrhein unterstützt die Forderungen der Bundesärztekammer uneingeschränkt. BÄK-Präsident Reinhardt begrüßte zudem eine Initiative des Präsidenten des Israelischen Ärzteverbandes, Professor Zion Hagay, der die israelische Regierung in einem Schreiben aufgefordert hat, mutmaßliche Verstöße gegen die medizinische Ethik und das humanitäre Völkerrecht durch das Militär aufzuklären.    

HK