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Pressemitteilung

Ärztekammer Nordrhein: Einnahmen aus Tabaksteuer in Prävention stecken

Rauchende Teenager
© picture alliance/dpa/Philippe Bonnarme

Düsseldorf, 28. Mai 2026. Anlässlich des Weltnichtrauchertags fordert die Ärztekammer Nordrhein (ÄkNo), die Präventionsmaßnahmen im Kampf gegen den Tabakkonsum zu verstärken. Sie befürwortet die geplante Erhöhung der Tabaksteuer in diesem Jahr und schließt sich den Forderungen des Drogenbeauftragten der Bundesregierung an, die zusätzlichen Einnahmen zweckgebunden im Gesundheitswesen einzusetzen. Die Einnahmen aus der Tabaksteuer müssten in die Prävention, Rauchentwöhnung und Behandlung von Folgeerkrankungen fließen.

Gerade angesichts der drohenden Finanzlücke im Gesundheitswesen und der Diskussionen um Einsparungen sei Prävention kein Add-On mehr, sondern zwingend notwendig, um das Gesundheitssystem langfristig zu entlasten: "Der Tabakkonsum in Deutschland kostet in jedem Jahr rund 131.000 Menschenleben und verursacht über 30 Milliarden Euro direkte Gesundheitskosten. Rauchen ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko in Deutschland. Prävention ist eine Investition, die tausende Leben rettet und gleichzeitig Milliarden spart", sagt Dr. Sven Dreyer, Präsident der ÄkNo.  

Vor allem Kinder und Jugendliche müssten besser vor den Folgen von Nikotin- und Tabakkonsum geschützt werden, so der Kammerpräsident. Dreyer kritisiert: "Es darf nicht sein, dass Kinder und Jugendliche im Netz unkontrolliert Zugriff auf Nikotinprodukte wie E-Zigaretten (Vapes), Tabakbeutel und andere neue nikotinhaltige Produkte haben. Gerade E-Zigaretten werden von Jugendlichen häufig als harmlos wahrgenommen – sind es aber nicht!"

Das Jugendschutzgesetz muss hier konsequent umgesetzt werden. Werbeverbote für Tabak- und Nikotinprodukte müssten ausgeweitet werden. "Deutschland hinkt bei der Tabakkontrolle im internationalen Vergleich noch immer hinterher."

ÄkNo


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