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Kongress ä26

Gelungene Auftaktveranstaltung mit einer Prise Glück

  • Dr. med. Dipl-theol. Manfred Lütz auf dem ä26
    Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz, Schriftsteller, Psychiater, Theologe und Bestsellerautor © Peter Weihs
  • Dr. Sven Dreyer auf dem ä26
    Dr. med. Sven Dreyer, Präsident der Ärztekammer Nordrhein © Peter Weihs
  • Gruppenbild zur Eröffnungsveranstaltung des ä26
    (v.l.n.r.) Prof. Dr. Gisbert Knichwitz, MBA, Vorsitzender des Fortbildungsausschusses der nordrheinischen Akademie, Dr. med. Sven Dreyer, Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz, Prof. Dr. med. Bernhard Hemming, MPH, Stellv. Vorsitzender des Fortbildungsausschusses der nordrheinischen Akademie © Peter Weihs
  • Plenarsaal beim ä26 in Bonn
    Volles Haus zur Eröffnungsveranstaltung des ä26 im ehemaligen Plenarsaal des Deutschen Bundestages. © Peter Weihs

Gestern fand die feierliche Eröffnungsveranstaltung des diesjährigen Fortbildungskongresses „ä26“ im World Conference Center in Bonn statt. Die 350 Besucher der Eröffnungsveranstaltung konnten dabei viel Lehrreiches zur Philosophie des Glücks mitnehmen, denn der Bestsellerautor Dr. med. Dipl. theol. Manfred Lütz, Psychiater und Psychotherapeut, referierte unterhaltsam und mit Tiefgang über die für das persönliche Glück unbrauchbaren Glücksratgeber. Empathisch, locker und humoristisch sprach er über die vielen Irrwege des Menschen auf der Suche nach dem Glück, dass häufig nicht dort zu finden sei, wo es erwartet werde. Auch wenn Lütz keine Ratschläge zum persönlichen Glück eines jeden Einzelnen geben wollte, so warnte er davor, ständig über das Glück nachzudenken und Trends zum Glücklichsein hinterherzujagen. Glück habe mit etwas ganz anderem zu tun. Mit dem Gefühl in einer selbstverständlich sinnvollen Welt zu leben, in einer Familie, einer Heimat, einer Religionsgemeinschaft. Er glaube, dass das Glück sich unbemerkt einstelle, wenn das Leben als sinnhaft erlebt werde.

Dr. Sven Dreyer, Präsident der Ärztekammer Nordrhein, wies in seiner Begrüßung auf die Besonderheit des Veranstaltungsortes hin: den ehemaligen Plenarsaal des Deutschen Bundestages. Dieser Ort erinnere daran, dass Verantwortung und Gemeinwohl gemeinsam und im Diskurs organisiert werden müsse. Dass es in der Politik und insbesondere auch in der Gesundheitspolitik darum gehe, miteinander zu sprechen, einander zuhören und am Ende Entscheidungen im Sinne der Patientinnen und Patienten zu treffen. Und auch wenn es dieser Tage viel und berechtigte Kritik an den Rahmenbedingungen ärztlicher Berufsausübung gebe, so dürfe nicht untergehen, dass der ärztliche Beruf sinnstiftend und damit auch glücksbringend im von Lütz beschriebenen Sinne sei. Ärztinnen und Ärzte erlebten Menschen in schwierigen Situationen, erlebten Leid, Unsicherheit und Grenzen. Aber Ärztinnen und Ärzte erlebten eben auch, dass ihre Arbeit etwas bewirke. Dass jemand nach schwerer Krankheit wieder nach Hause könne, dass Schmerzen nachließen und Gespräche angstlösend wirken könnten. Dafür würden Ärztinnen und Ärzte arbeiten und sich lebenslang fortbilden. Der ä26 sei seit vier Jahren der entsprechende Ort für ärztliche Fortbildung auf höchstem Niveau und eine Kultur des Austausches. 

Prof. Dr. Gisbert Knichwitz, MBA, Vorsitzender des Fortbildungsausschusses der nordrheinischen Akademie freute sich in seiner Begrüßung über das hohe Interesse an dem Kongress mit seinen mehr als 100 Kursen, über 1.000 Teilnehmenden und über die vollen Ränge im Plenarsaal.

sas
 


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