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130. Deutscher Ärztetag

Paracelsus-Medaille für Christiane Groß

Dr. Christiane Groß bei der Verleihung der Paracelsus-Medaille
Mit der höchsten Auszeichnung der deutschen Ärzteschaft geehrt: Dr. Christiane Groß mit BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt © Christian Glawe-Griebel/helliwood.com

Hannover, 12.5.2026. Dr. Christiane Groß, Allgemeinärztin und Psychotherapeutin aus Wuppertal und langjähriges ehemaliges Vorstandsmitglied der Ärztekammer Nordrhein, ist gestern (12.5.) in Hannover mit der Paracelsus-Medaille geehrt worden, der höchsten Auszeichnung der deutschen Ärzteschaft. Die deutsche Ärzteschaft ehre in Christiane Groß eine Ärztin, die sich in außerordentlicher Weise für gleichberechtigte Karrierewege von Ärztinnen im Gesundheitswesen eingesetzt habe, erklärte der Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Klaus Reinhardt, im Rahmen der Eröffnung des 130. Deutschen Ärztetages. Aus eigenen Erfahrungen als Mutter, Medizinstudentin und Ärztin in Weiterbildung heraus habe sie sich fachlich und berufspolitisch für eine Gleichstellung von Ärztinnen im Beruf und für eine Versorgung engagiert, die geschlechtsspezifische Unterschiede evidenzbasiert berücksichtige. Dabei habe sie sich immer auch neuen, innovativen Vorhaben und Technologien wie der Digitalisierung im Gesundheitswesen gewidmet und hierbei neben den Möglichkeiten auch immer die Gefahren neuer Technologien im Blick gehabt, zum Beispiel beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der medizinischen Versorgung.

Groß studierte Medizin in Heidelberg und Münster. 1983 erhielt sie die Approbation als Ärztin, 1995 ließ sie sich als Praktische Ärztin mit der Zusatzbezeichnung „Psychotherapie“ in Wuppertal nieder. Der Weg dorthin war Groß zufolge beschwerlich. Die Frage, warum die beruflichen Hürden in der Medizin für Frauen so hoch sind, führte sie schließlich in die Berufspolitik und die ärztliche Selbstverwaltung, um Strukturen zu verändern. In der Folge war Groß bis 2024 für die Ärztekammer Nordrhein aktiv – unter anderem ab 2001 als Mitglied der Kammerversammlung sowie von 2005 bis 2015 sowie von 2017 bis 2024 im Vorstand der Ärztekammer Nordrhein. Groß‘ berufspolitische Heimat ist der Marburger Bund. 2013 wurde sie Vizepräsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes (DÄB) und übernahm die Präsidentschaft des Verbands ab 2015 für ein ganzes Jahrzehnt. 2025 wurde sie zur Ehrenpräsidentin des DÄB ernannt. Sie war zudem Gründungs- und Vorstandsmitglied der Initiative „Spitzenfrauen Gesundheit“, um die Sichtbarkeit weiblicher Führungspersönlichkeiten im Gesundheitswesen zu stärken und strukturelle Veränderungen anzustoßen. Ihr langfristiges Engagement für gerechte Karrierewege und eine geschlechtersensible medizinische Versorgung wurde 2024 mit der Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande der Bundesrepublik Deutschland gewürdigt. 

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