Düsseldorf, 14.3.2026. Übergewicht und Adipositas zählen in der Europäischen Union zu den führenden Ursachen für Tod und Behinderung. In Deutschland ist Daten von Unicef zufolge rund ein Viertel der Kinder und Jugendlichen zwischen fünf und 19 Jahren übergewichtig, acht Prozent sind adipös. Bei den Erwachsenen sind knapp 17 Prozent adipös, rund zwei Drittel der Männer und fast die Hälfte der Frauen übergewichtig, zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamts. Der regelmäßige Konsum von zuckerhaltigen Getränken (z.B. Softdrinks) ist ein wesentlicher Treiber für die Entstehung von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Erwachsenen.
Die Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein fordert daher die Bundesregierung auf, eine gestaffelte, am Zuckergehalt orientierte Abgabe auf stark zuckerhaltige Getränke einzuführen. Über diesen Weg solle die Industrie zu einer Reduktion des Zuckergehalts in Süßgetränken veranlasst werden. Eine maßvoll ausgestaltete, am Zuckergehalt orientierte Abgabe sei auch kein Verbot, so die Delegierten, sondern ein Instrument der Verhältnisprävention.
Die nordrheinischen Ärztinnen und Ärzte fordern zudem ein Gesetz zur Beschränkung von an Kindern und Jugendliche gerichtete Werbung für besonders zucker-, fett- und salzhaltige Lebensmittel
ÄkNo

